Walter Otto Müller GmbH & Co. KG wird klimapositiv!

Vermeiden – Verringern - Kompensieren

Der Klimawandel ist eine der drängendsten Fragen der Zeit.

Auf der 21. Vertragsstaatenkonferenz (COP) der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) wurde im Dezember 2015 erstmals ein für alle geltendes Klimaschutzabkommen beschlossen. Das Pariser Klimaabkommen stellt zusammen mit dem globalen Nachhaltigkeitspakt Agenda 2030 einen Wendepunkt in der internationalen Klima- und Entwicklungspolitik dar.

Wir alle haben einen Einfluss auf unser Klima – dies wird heute niemand mehr bestreiten – und müssen uns fragen, wie wir den Einfluss auf das Klima möglichst reduzieren können.

Dieser gesellschaftlichen Verantwortung stellen auch wir uns als Unternehmen.

Schon während des Neubaus unseres Unternehmens haben wir sehr viel Wert auf eine nachhaltige Ausrichtung gelegt.

  • Wir haben den Boden, die Wände und das Dach deutlich stärker gedämmt, als dies gesetzlich vorgeschrieben war; darüber hinaus wurde überall eine 3-Scheiben-Verglasung verbaut.
  • Wir nutzen den mittels Photovoltaik-Anlage erzeugten Strom zu 96,5 % selber und sorgen somit dafür, dass ca. 20% der benötigten Strommengen p.a. selbst erzeugt werden.
  • Wir nutzen ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 50 KW elektrisch / 80 KW thermisch – der Strom wird selbst verbraucht und mit der Wärme heizen wir unsere gesamte Galvanik.
  • Wir nutzen über spezielle Vakuumpumpen der CNC-gesteuerten Portalfräszentren die Abwärme u.a. zum Heizen der Fertigungshalle

Seit vielen Jahren beweisen wir, dass Ökonomie und Ökologie bei mittel- und langfristiger Betrachtung kein Widerspruch sind.

Wir wollen aber darüber hinaus mehr erreichen – unser seit nunmehr 25 Jahren bestehendes zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 bildet hier eine geradezu ideale Grundlage.

In 2020 haben wir beschlossen, dass wir bei WOM unserer Verantwortung für die Umwelt und das Klima noch besser gerecht werden wollen.

Im Einzelnen:

  • WOM wird in 2021 klimaneutral
  • WOM wird ab 2022 ausschließlich klimaneutral produzieren
  • WOM wird ab 2023 klimapositiv

Nach erheblicher Vorarbeit wurde eine erste Treibhausgasbilanz erstellt – diese weist solche Emissionen aus, die im direkten Zusammenhang mit der eigenen Wertschöpfung des Unternehmens entstehen.

Basis dafür ist das Greenhouse Gas Protocol (GHG). Das GHG definiert die Grundprinzipien der Relevanz, Vollständigkeit, Konsistenz, Transparenz und Genauigkeit und lehnt sich dabei an Prinzipien finanzieller Rechnungslegung an.

Weiterhin definiert das Greenhouse Gas Protocol Regeln zur organisatorischen Abgrenzung einer Treibhausgasbilanz und zur operativen Abgrenzung. Besonders relevant ist hier die Einteilung der Emissionen in drei sogenannte „Scopes“: Während Scope 1 alle direkt selbst durch Verbrennung in eigenen Anlagen erzeugten Emissionen umfasst, sind Scope 2 Emissionen, die mit eingekaufter Energie (z. B. Elektrizität, Fernwärme) verbunden sind. Scope 3 wiederum umfasst die Emissionen aus durch Dritte erbrachte Dienstleistungen und erworbenen Vorleistungen.

Basierend auf dieser Bilanz wurden Reduktionsziele für die kommenden Jahre festgelegt (Science Based Targets).

Viele Aspekte sind bereits in unserem integrierten Managementsystem implementiert - weitere Details folgen in den kommenden Monaten.

Durch viele Einzelmaßnahmen konnten bereits sehr viele Ziele erreicht werden.

Ergänzend haben wir uns entschlossen, ein Projekt zum Schutz des Regenwaldes in Peru zu unterstützen.

Mit ein bisschen Stolz freuen wir uns, heute mitteilen zu dürfen:

WOM ist klimaneutral!

Darüber hinaus sind wir der „Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima“ beigetreten (www.allianz-klima-entwicklung.de ), einer Stiftung, gegründet von der Kreditanstalt für Wiederaufbau im Namen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Das Prinzip der Stiftung: Privatpersonen, Vereine, Institutionen oder Unternehmen fördern Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, die dort gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung stärken, die Lebensumstände verbessern und die Umwelt schützen. Im Gegenzug erhalten sie Klimaschutzzertifikate, die belegen, in welchem Umfang sie durch ihr Engagement CO2-Emissionen kompensieren. Ziel ist, so viel CO2 zu vermeiden und zu kompensieren, bis die Klimaneutralität erreicht ist.

Bis 2022 werden wir erreichen, dass wir ausschließlich klimaneutral produzieren – dies bedeutet, dass nicht nur das Unternehmen WOM klimaneutral ist, sondern auch alle gefertigten und gelieferten Produkte klimaneutral sein werden.

Damit werden wir das erste Unternehmen unserer Branche sein, dass ausschließlich klimaneutrale Produkte liefern wird.

In einem letzten Schritt werden wir ab 2023 erreichen, dass wir nicht nur klimaneutral sind, sondern darüber hinaus klimapositiv, also der Umwelt mehr zurückgeben werden als wir sie belasten.

Das sind enorme Herausforderungen, denen wir uns aber gerne stellen.

„Ökonomie und Ökologie / Umweltschutz stehen miteinander im Einklang. WOM übernimmt deshalb ganzheitlich Verantwortung. Wir vermeiden Emissionen in allen Bereichen, nutzen selbst erzeugte regenerative Energie und beziehen Ökostrom. Die verbleibenden, bislang nicht vermeidbaren Emissionen kompensieren wir durch Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Klimaschutzprojekte. Wir sind stolz, als eines der ersten Unternehmen unserer Branche einen vollständig klimaneutralen Company Carbon Footprint zu haben.

Ab 2022 werden wir darüber hinaus ausschließlich klimaneutral produzieren (Product Carbon Footprint).

Ab 2023 werden wir nicht nur klimafreundlich, sondern klimapositiv sein.“

Lutz Bitomsky, geschäftsführender Gesellschafter Walter Otto Müller GmbH & Co. KG

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